Facebook-Fanpages – Interaktionsraten realistisch einschätzen

Da macht gerade wieder eine feine Studie die Runde. FanpageKarma hat mehr als 60.000 Facebook-Fanpages über drei Monate intensiv analysiert. Das Ergebnis: Bei mehr als der Hälfte der Fanpages liegt die Interaktionsrate unter 0,2 Prozent. Bei einigen löst dies nun ein erstauntes Huch aus. Aber wirklich überraschend ist das nicht.

Vorweg, die Studie ist gut gemacht, liefert gute Daten und die Schlussfolgerungen sind treffend. Aber man muss sich auch ansehen, was genau gemessen wurde.

„Die Engagement-Rate. Sie bestimmt sich durch die Anzahl an Likes, Comments und Shares pro Fan an einem bestimmten Tag. Wenn man die Anzahl aller Likes, Kommentare und Shares an einem Tag durch die Anzahl der Fans teilt und über mehrere Tage den Durchschnitt bildet, erhält man eine gute Indikation über die Aktivität auf einer Facebook Seite.“

Leider wird die Häufigkeit, mit der Statusupdates auf den beobachteten Seiten gemacht wurden, nicht ersichtlich. Dies wird entscheidenden Einfluss auf die Anzahl der Likes, Kommentare und geteilten Inhalte haben. In der Vergangenheit gab es da einige Untersuchung über die optimale Frequenz von Statusupdates. Ebenso wenig lässt sich über die Qualität und Art der Inhalte sagen. Bilder und kurze Videos produzieren hier mehr Interaktion als Links zu Artikeln und Blogposts. Hier müsste man die Art wie „erfolgreiche“ und „weniger erfolgreiche“ Seiten kommunizieren betrachten.

Von daher ist es auch die Verteilung der höheren Interaktion auf den Seiten von Sportvereinen und politischen Themen nicht verwunderlich. Neben der höheren Emotionalität der Themen, vereinen sie ebenso wie Autos auch mehr Menschen mit einem dauerhaften Interesse am Thema auf sich. Zudem bieten sie ein größeres Potential für Kontroversen. Wer sich schon einmal die Kommentare unter den Statusupdates von Sportvereinen durchgelesen hat, weiß, was ich meine, da kommt einiges an Kommentaren zusammen.

Was bringt die Studie denn nun? Ich bin immer noch der Meinung, dass man jede Facebook-Seite bis hin zu einzelnen Statusupdates sowohl qualitativ als auch quantitativ für sich betrachten muss. Allerdings liefern die Zahlen eine Möglichkeit, das Potential einer Facebook-Seite realistisch einzuordnen. Häufig sind es nämlich überzogenen Erwartungen, die dazu führen, dass ein Social Media Engagement vorzeitig aufgegeben wird.

Alle Ergebnisse der Studie kann man hier übersichtlich in der Infografik ansehen und / oder im Blog von FanpageKarma nachlesen:

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